Drei Formulierungen, die in ein Zeugnis für Vertriebsmitarbeiter gehören

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Robert Lassen
25. Januar 2021
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Bei Mitarbeitern im Vertrieb gibt es für ein gutes Zeugnis einiges zu beachten. Damit Sie aussagekräftige und wertschätzende Zeugnisse schreiben können, haben wir die drei entscheidenden Punkte inklusive Beispielformulierungen zusammengefasst.

Produkt- und Branchenkenntnisse

An mehreren Stellen im Zeugnis können Produkt- und Branchenkenntnisse erwähnt werden. Zum einen bietet sich der Aufgabenblock dafür an. In der Praxis sind die Tätigkeiten allerdings häufig allgemein gehalten. So steht zum Beispiel schlicht: Auftragsbearbeitung, Neukundenakquise.

Besser:
  • Bearbeitung von Aufträgen für individuelle Verpackungen
  • Akquise von Neukunden aus der Verpackungsindustrie

Alternativ oder zusätzlich können Produkt- und Branchenkenntnisse in der Beurteilung des Fachwissens eingebaut werden. In der Regel steht dort allgemein gehalten: "Er verfügte über ausgezeichnete Fachkenntnisse". Bei Mitarbeitern im Vertrieb bietet es sich an, zumindest das Wort "Produkt" einzubauen und noch besser, auch genau den Produktbereich zu benennen.

Beispiel:
Sein umfangreiches und fundiertes Fachwissen sowie seine guten Produkt- und Branchenkenntnisse im Bereich Verpackung setzte er stets sicher und gekonnt in der Praxis ein.

Stressresistenz und Arbeitserfolg

Im Vertrieb ist es häufig stressig und der Erfolgsdruck hoch. Da ist es für einen guten Vertriebler wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Wenn ein Mitarbeiter diese Eigenschaft hat, sollte das auch im Zeugnis festgehalten werden.

Beispiel:
Die Anforderungen dieser anspruchsvollen Position bewältigt er bei konstant hoher Belastung und in Stresssituationen immer sehr erfolgreich.

Das Beurteilungskriterium "Arbeitserfolg" gehört in jedes gute Zeugnis. Aber gerade bei Mitarbeitern im Vertrieb ist der Erfolg, in diesem Fall der Verkaufserfolg, ganz entscheidend.

Beispiel:
Dabei erreichte er immer gute Arbeits- und Verkaufsergebnisse.

Umgang mit Kunden und Verhandlungsgeschick

Nicht zuletzt muss das Verhalten gegenüber Kunden erwähnt werden. Mindestens in der allgemeinen Verhaltensbeurteilung muss der Kunde auftauchen.

Beispiel:
Das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets einwandfrei.

Dabei müssen die Kunden an letzter Stelle stehen. Ansonsten könnte der Verdacht aufkommen, dass der Arbeitnehmer eher zum Wohle des Kunden und nicht des Arbeitgebers gearbeitet hat.

Noch schöner ist es, wenn der Umgang mit Kunden in einen eigenen Satz ausgelagert und detailliert beschrieben wird. So kann bei einem guten Vertriebsmitarbeiter zum Beispiel sein souveränes Auftreten oder sein Verhandlungsgeschick positiv hervorgehoben werden.

Beispiel:
Unseren Kunden gegenüber trat er immer sicher und souverän auf, wobei er durch sein gutes Verhandlungsgeschick überzeugte.
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